Arbeitskreis "Flüchtlinge in Glandorf"

Ansprechpartner:

Pfarrgemeinderat Glandorf
Maria Schäfer, Tel. 1756
Marlene Narendorf, Tel. 807842

Toller Tag im Safari-Park

Caritasausschuss Glandorf lädt Flüchtlingsfamilien ein

Glandorf. Der Caritasausschuss der Pfarreiengemeinschaft Glandorf-Schwege lud jetzt alle in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge zu einem Ausflug in den Safari-Park Stukenbrock ein.

„Das war ein rundum gelungener Tag mit ganz viel Freude“, resümieren Maria Schäfer, Martina Lammertmann, Marlene Narendorf und Arnold Brandmann. Die vier Glandorfer bilden den Caritasausschuss im Pfarrgemeinderat und engagieren sich so in Projekten wie der Flüchtlingshilfe, dem sozialen Kleiderladen, dem Trauercafé oder der Obdachlosenunterkunft.
Abwechslung

Die Fahrt in den Safari-Park war die erste Aktion im Rahmen der Flüchtlingshilfe. „Wir möchten den Familien gerade am Wochenende Abwechslung bieten und das gegenseitige Kennenlernen fördern“, erklärt Arnold Brandmann. Er und seine drei Mitstreiterinnen vom Caritasausschuss erlebten beim Auslug eine große Gemeinschaft. „Die Familien brachten Proviant fürs Picknick mit. Ein jeder hatte so viel dabei, dass anderen abgegeben werden konnte. Eine Familie trug sogar einen großen Suppentopf mit sich“, erinnert sich Martina Lammertmann.

Fast alle in der Gemeinde Glandorf-Schwege lebenden Flüchtlingsfamilien fuhren mit in den Freizeitpark. Hala Othman, die ursprünglich aus Syrien kommt und seit vielen Jahren in Glandorf lebt, half als Dolmetscherin, übersetzte Kurdisch und Arabisch, beantwortete Fragen der Teilnehmer und bestätigte den ehrenamtlichen Veranstaltern später, dass die Familien noch lange von den Eindrücken des Ausflugs zehren würden.

Bewegend
„Es war bewegend zu sehen, wie sehr sich die Leute über dieses Angebot freuten“, sagt das Team vom Caritasausschuss. „Darüber haben wir uns dann wiederum sehr gefreut“. Viele der teilnehmenden Kinder seien noch nie in einem Freizeitpark gewesen, einige fuhren gleich fünf Mal hintereinander mit der Achterbahn, andere hatten sich für den Ausflug richtig schick gemacht.

Finanziert wurde die Fahrt von der Kirchengemeinde, aus dem Flüchtlingsfonds des Bistums. Der Caritasausschuss plant nun für Mitte Oktober eine nächste Veranstaltung. Diese solle dann, mit etwas kleinerem Aufwand, im Raum Glandorf stattfinden. Was genau auf dem Programm steht, soll an dieser Stelle aber noch nicht verraten werden.

Keine Gewalt im Namen Gottes!

Christen und Muslime als Anwälte für den Frieden

ERKLÄRUNG DES GESPRÄCHSKREISES "CHRISTEN UND MUSLIME" BEIM ZDK VOM 24. MAI 2016

Als Christen und Muslime glauben wir an Gottes Gerechtigkeit, Güte und Barmherzigkeit. Wir sehen und erleben weltweit gewalttätige Ereignisse und Strukturen. Wir glauben an die Zusage und die Wegleitung Gottes. Deshalb treten wir für ein friedliches und barmherziges Miteinander aller Menschen ein. Wir sehen uns aufgerufen, jeder Form von Gewalt, Unterdrückung, Unrecht, Unfrieden, Not und Angst entgegenzuwirken. Uns verbindet die Hoffnung, dass der Friede Gottes unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmt und wir so an einer friedlichen Welt und gelingenden menschlichen Beziehungen mitwirken können. Als Gesprächskreis erteilen wir jedweder vermeintlich religiös motivierten Gewalt und dem Missbrauch unserer Religionen eine klare Absage: Unsere Gemeinschaften dürfen nicht müde werden zu widersprechen.

16.05.24-zdk-keine-gewalt-im-namen-gottes-chri.pdf [760 KB]

Arbeitskreis Flüchtlinge und Integration

Zusammen mit der politischen Gemeinde gründen die beiden Kirchengemeinden in Glandorf zurzeit den „Arbeitskreis Flüchtlinge und Integration in Glandorf“. Dieser Arbeitskreis wird das ehrenamtliche und professionelle Engagement zur Unterstützung und Integration der Flüchtlinge in Glandorf koordinieren. 

Die Gemeinde Glandorf sucht nicht nur (eher kleine) Mietwohnungen für die aufzunehmenden Flüchtlingsfamilien und für allein flüchtende Männer, sondern brauchen auch Hilfe jeglicher Art: Sachspenden, Patenschaften, Begleitservice usw. Weiteren Anregungen, Vorschläge und Ideen nimmt die Gemeinde gern entgegen, Tel. 05426/94990 oder unter www. glandorf.de.

Auch in unserer Kirchengemeinde werden wir zwei Wohnungen einrichten, in denen Flüchtlinge wohnen. 
Ein Spendenkonto für die Flüchtlinge haben wir eingerichtet bei der Volksbank Osnabrück, IBAN: DE29 2659 0025 0021 2520 03, BIC: GENODEF10SV

Astrid Nüvemann ist Flüchtlingspatin

Teilen schwierige Situationen aber auch viele Momente der Freude, wie hier über das Baby Naher: (von links) Saba Gebretnsae, Astrid Nüvemann und Helen Tesfalem.

Glandorferin engagiert sich für Frauen aus Eritrea

Glandorf. Schon länger überlegte die Glandorferin Astrid Nüvemann, wie sie selbst sinnvolle Unterstützung für Flüchtlinge leisten könnte. Als sie Ende Oktober einen Aushang im Johannis-Kindergarten las, auf dem der Flüchtlingskreis eine Patin für zwei Frauen aus Eritrea suchte, war der richtige Zeitpunkt für ihren Einsatz gekommen.

Ihre Kinder aus dem Kindergarten abgeholt und den Zettel mit dem Hilferuf in der Tasche, setzte sich Astrid Nüvemann direkt mit der Gemeinde Glandorf in Verbindung. Zwei Tage später traf Saba Gebretnsae (25) mit dem Bus aus Osnabrück in Glandorf ein. Elf Monate Flucht von Eritrea über den Sudan nach Libyen und nach drei Monaten mit dem Schiff weiter nach Italien und von dort aus nach Deutschland lagen hinter der jungen Frau. Astrid Nüvemann nahm sie am 29. Oktober mit in Empfang und unterstützte sie bei allem, was es nun zu regeln gab. Bis eine eigene Unterkunft für Saba bereitstand, konnte sie bei Familie Trentmann in Glandorf wohnen.

Anfang Dezember kam dann auch Helen Tesfalem (33) mit ihrem Baby Naher nach Glandorf. Gebürtig aus Eritrea, lebte Helen die vergangenen zehn Jahre im Libanon, bevor sie sich auf Flucht begab über die Türkei, Griechenland, Albanien, Montenegro, Serbien, Ungarn, Österreich bis nach Deutschland. Ihr Baby kam in Osnabrück zur Welt. Damit der kleine Naher und seine Mutter bei der Ankunft in Glandorf eine gemütliche Wohnung zur Verfügung haben, packten viele engagierte Glandorfer mit an.

Hilfe bei Amtsgängen
„Ohne zusätzliche Hilfe geht es nicht“, weiß Astrid Nüvemann nun aus Erfahrung. „Die ganzen nötigen Behördengänge und deren Sinn sind ja schon für mich kaum nachzuvollziehen, wie sollen denn die Flüchtlingsfrauen, die kein Deutsch sprechen und sich hier noch nicht auskennen, das alleine schaffen?, Wie sollen sie alleine an ein biometrisches Passfoto kommen und von hier aus zum Kreishaus Osnabrück zur Anmeldung finden?“

Doch nicht nur bei behördlichen Erledigungen, sondern auch bei Fragen zu für uns alltäglichen Dingen steht Astrid Nüvemann den beiden Frauen zur Seite. Es seien viele Kleinigkeiten unklar, auf die man im Voraus gar nicht kommt: „Wie und wozu benutzt man einen Staubsauger?“, „Wo findet man was beim Einkauf?“, „Wie nehme ich das vom Arzt verschriebene Zäpfchen ein?“

Für Astrid Nüvemann und ihre Familie sei der Kontakt zu Saba, Helen und Naher eine echte Bereicherung. Für Saba, die derzeit einen Deutsch-Kursus absolviert, organisierte sie ein vierwöchiges Praktikum im Kindergarten. „Es ist toll zu sehen, wie die Kinder trotz der Sprachbarriere mit Saba kommunizieren. Sie sprechen erste Brocken Englisch und kommen dank Saba mit einer neuen Kultur in Berührung, die sie sonst hier auf dem platten Land nicht kennenlernen würden“, sagt die Flüchtlingspatin.

Saba und Helen sind zwei von insgesamt 30 Flüchtlingen, die in Glandorf leben. Im ersten Quartal des neuen Jahres werden, so Astrid Nüvemann, weitere 70 bis 100 Flüchtlinge in Glandorf ankommen. Bisher gibt es vier Flüchtlingspaten, Verstärkung wird gesucht.

Dankbarkeit als Lohn
In der Günter-Jauch-Talkshow zum Thema Integration und Flüchtlingshilfe hörte Astrid Nüvemann den Sänger Herbert Grönemeyer sagen: „Wir sind 80 Millionen Menschen in Deutschland. Wenn jedem einzelnen Flüchtling ein Pate zur Seite gestellt würde, müsste nur jeder Achtzigste Engagement zeigen“. Dieser Satz ist bei der Glandorferin hängen geblieben. Durch ihre Elternzeit hätte sie mögliche Kapazitäten, um ein kleiner Teil des großen, dringend benötigten Gesamt-Hilfspakets zu sein. „Die Dankbarkeit die einem die Flüchtlinge dafür entgegenbringen, ist das schönste Geschenk“.

Am Dienstag, 12. Januar 2016, trifft sich der Flüchtlingskreis um 19.30 Uhr im Glandorfer Rathaus. Jeder, der zukünftig als Pate helfen möchte, kann sich dann vor Ort informieren. Auskunft gibt vorab auch Fachdienstleiter Helmut Gerding, Gemeinde Glandorf, unter der Telefonnummer 0 54 26/ 94 99 14.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 31.12.2015
Text und Foto: Caroline Hlawatsch

Bausteine für den Dialog

Christlich-muslimischer Dialog schlägt Brücken. Muslime und Christen möchten einander kennenlernen, der Glaube an einen Gott verbindet sie. Interreligiöse Begegnungen sind daher wichtige Bausteine für ein gelingendes Miteinander in unserer Gesellschaft. der Dialog zwischen christen und Muslimen ist an einigen Orten schon weit fortgeschritten.

Es gibt in vielen Städten „Runde Tische der Religionen", an denen regelmäßig Platz genommen wird. Man kennt und schätzt sich untereinander. Andernorts hingegen werden die Brücken zueinander erst anfanghaft errichtet. Diese unterschiedlichen Ausgangspositionen gilt es zu beachten. Es ist wichtig, einander nicht zu überfordern. Im Zweifelsfall sind kleine gelungene Schritte besser als große, die keinen Halt finden. In manchen Gemeinden bestehen Vorbehalte und Ängste im Umgang mit Andersgläubigen. Diese Ressentiments sollten ernstgenommen werden, Fragen und Unsicherheiten sind offen anzusprechen.

Dabei ist darauf zu achten, einander nicht zu verletzen. Auch Sprachprobleme stellen häufig eine Barriere dar. Mittlerweile finden sich aber fast überall Menschen, die beim Übersetzen helfen können.

Diese Broschüre möchte Hilfestellungen für den alltäglichen Dialog zwischen Christen und Muslimen geben. Unter den Überschriften „Einander begegnen", „Miteinander vor Gott stehen", „Voneinander wissen" und „Miteinander leben - Füreinander dasein" werden Vorschläge für verschiedene Veranstaltungen unterbreitet. Es sind „Bausteine für den Dialog", die in ganz unterschiedlichen Kontexten stehen: Gemeindealltag, Kindergarten und Schule, Stadtteilarbeit, Sozialverband. Diese Broschüre stellt auch selbst einen Baustein zum Dialog dar: Sie wurde von Muslimen und Christen gemeinsam erarbeitet. Die Arbeit im und am Dialog war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung.

bausteine-fuer-den-dialog---bgv-os.pdf [661 KB]

Arbeitshilfe Flucht und Migration

In regelmäßigen Abständen, erstell der BDKJ-Diözesanverband Osnabrück Arbeitshilfen zur Thematik „Flucht und Migration“. Diese werden aktuelle Geschehnisse, Hintergründe und Gesetze zur Flüchtlingsthematik, in jugendgerechter und
verständlicher Sprache verfasst. Durch ein einfaches und verständliches Format kann die die Arbeitshilfe daher in der Arbeit mit Kinder Jugendlichen jungen Erwachsenen genutzt werden. Auch soll durch das Verschriftlichen von Methoden und kleinen Projekten, die in der Arbeitshilfe veröffentlicht werden, die Motivation gesteigert werden, sich selbst/ den eigenen Verband aktiv in die Thematik Flucht und den Umgang mit Geflüchteten einzubringen.

Diese Arbeitshilfe kann auf der Homepage des BDKJ heruntergeladen werden.

Wort der deutschen Bischöfe

„Bleiben Sie engagiert!“

Krieg und Gewalt haben die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden in ungeahnte Höhen getrieben. Besonders die Bürgerkriege in Syrien und im Irak, aber auch Schreckensregime und Verfolgung in Afrika entwurzeln Millionen Menschen. Sie suchen Schutz in den Nachbarländern oder machen sich auf den gefahrvollen Weg nach Europa. Hunderttausende hoffen, in unserem Land Zuflucht zu finden.

„Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen". Das Wort aus dem Matthäus-Evangelium sagt, was von uns Christen gefordert ist: Was ihr für die geringsten unter meinen Brüdern und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan (vgl. Mt 25,35.40). In den vielen verzweifelten Menschen erkennen wir unseren Herrn Jesus Christus.

Die aktuelle Krise hat in Deutschland ein großes Maß an Solidarität, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl geweckt. Der Einsatz der staatlichen Stellen, von Unternehmen, Gruppen der Zivilgesellschaft und vielen Einzelpersonen verdient hohe Anerkennung. Im Geist der Nächstenliebe haben auch unzählige Christen die Herausforderung der Stunde angenommen. Die Zahl elrrenamtlicher Helfer in den Kirchen wird auf 200.000 Personen geschätzt. Sie mühen sich um die Erstversorgung der hier ankommenden Flüchtlinge. Sie begleiten ihre ersten Schritte in der neuen Umgebung, kümmern sich um die Unterbringung und helfen beim Erlernen der deutschen Sprache. Vor allem die persönliche Begegnung ist von hohem Wert; sie gibt Menschen das Gefühl, nicht nur versorgt, sondern angenommen zu werden.

Die Kirche in unserem Land ist engagiert um Hilfe bemüht. Wir sind dankbar für den haupt- und ehrenamtlichen Dienst der Caritas, der Kirchengemeinden, Ordensgemeinschaften und vieler anderer, die den Bedürftigen in ihren materiellen und seelischen Nöten mit Rat und Tat beistehen. Durch Sonderfonds der Bistümer werden viele Flüchtlinge rasch und unkompliziert unterstützt. Viele Flüchtlinge finden in kirchlichen Häusern eine erste Bleibe. Gemeinsam mit Papst Franziskus appellieren wir an alle kirchlichen Einrichtungen und auch an alle Katholiken, weiteren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Manche zweifeln, ob unser Land die vor uns liegenden Aufgaben meistern kann. Sie sind besorgt angesichts der sozialen Probleme, die auf uns zukommen. Auch fürchten nicht wenige um die kulturelle Prägung Deutschlands angesichts der großen Zahl von Zuwandernden, die einer anderen Religion und Kultur angehören. Aber wie steht es um die Wertegrundlagen unserer christlich geformten Zivilisation, wenn wir Hartherzigkeit an die Stelle von Erbarmen setzen und Abschottung an die Stelle von Gastfreundschaft, wie steht es um unsere christliche Identität, wenn wir Menschen an den Außengrenzen der Europäischen Union ertrinken lassen? Politische und wirtschaftliche Überlegungen haben ihre Bedeutung. Aber sie dürfen uns nicht davon abhalten, dem Gebot der Nächstenliebe zu folgen.

In den kommenden Jahren stehen unserem Land und Europa große Herausforderungen bevor. Manche Flüchtlinge mögen in die Heimat zurückgehen können, aber einiges deutet darauf hin, dass für viele der Rückweg auf absehbare Zeit verschlossen bleibt. Die Ankunft von noch mehr Flüchtlingen scheint unausweichlich. So kann der gesellschaftliche Frieden bei uns nur gesichert werden, wenn Deutschland seine Kultur der Integration weiterentwickelt. Bildungs- und Berufsperspektiven müssen geschaffen werden. Und wir alle sind zu Miteinander und Wertschätzung aufgerufen. Dazu gehört auf Seiten der ansässigen Bevölkerung die Bereitschaft, sich den Fremden gegenüber zu öffnen. Die Zuwanderer sind ihrerseits gehalten, Recht und Kultur ihrer vorübergehenden oder dauerhaften neuen Heimat anzuerkennen und sich auf das Gemeinwohl unserer Gesellschaft zu verpflichten. Gerade der alltägliche Umgang mit den Flüchtlingen kann Entscheidendes zu einer zügigen und möglichst konfliktfreien Integration beitragen.
Dabei dürfen die berechtigten Interessen der Bürger in Deutschland nicht vergessen werden. Nur eine Politik und eine gesellschaftliche Praxis, die sich am Prinzip der sozialen Gerechtigkeit orientieren, können den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern.

Mit Sorge beobachten wir, dass Flüchtlinge an manchen Orten Hass und sogar Gewalt erleben müssen. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind für Christen unannehmbar. Denn unabhängig von seiner Herkunft ist jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Dies gehört zur Mitte unseres Glaubens. Deshalb verwirft die Kirche, wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, jede Diskriminierung eines Menschen um seiner Herkunft, Hautfarbe oder Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht (vgl. Nostra Aetate 5). Wer Flüchtlingen und Migranten mit Hass begegnet, der tritt Christus selbst mit Hass entgegen.

Wir erinnern besonders auch an die christlichen Flüchtlinge, die im Nahen und Mittleren Osten oft dramatische Verfolgung erleiden. Sie verdienen unsere besondere Solidarität und Zuwendung. Wir ermutigen die Gemeinden, unsere Glaubensgeschwister in die Arme zu schließen und ihnen einen herzlichen Empfang zu bereiten. Ihr Platz ist mitten unter uns. Die Ereignisse dieser Monate erinnern uns einmal mehr an die tiefgreifende Verflochtenheit der ganzen Menschheitsfamilie. Nur wenn überall auf der Welt menschenwürdige Lebensverhältnisse entstehen, müssen Menschen nicht ihre Heimat verlassen. Die Staaten sind hier gefordert, aber auch wir Bürger. Die Botschaft vom Reich Gottes ermutigt, uns für eine bessere Welt einzusetzen.

Allen, die helfen, sagen wir unseren herzlichen Dank. Jede Form der Unterstützung ist wertvoll und kostbar. Dazu zählt auch das Gebet. Wir bitten Sie: Bleiben Sie engagiert, lassen Sie sich von Hindernissen und Schwierigkeiten nicht entmutigen!

Fulda, 23. September 2015

Für das Bistum Osnabrück
+ Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück

StartseiteDienstpläneInfos für NeubürgerInnenInhaltsverzeichnisKontaktImpressumDatenschutzerklärung